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Das metabolische Syndrom (manchmal auch als tödliches Quartett, Reavan-Syndrom oder Syndrom X[1] bezeichnet) wird heute als der entscheidende Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten angesehen. Es ist charakterisiert durch diese vier Faktoren: abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck (Hypertonie), veränderte Blutfettwerte (Dyslipidämie) und Insulinresistenz. Die Erkrankung entwickelt sich aus einem Lebensstil, der durch permanente Überernährung und Bewegungsmangel gekennzeichnet ist, und betrifft einen hohen Anteil der in Industriestaaten lebenden Bevölkerung.
 

Diese kurze Erklärung aus Wikipedia zählt nicht nur die vier unnatürlichen Körperzustände auf, sondern erklärt das gleichzeitige Auftreten durch den angeblich vorherrschenden Lebensstil in den Industriestaaten.

Betrachtet man alle Tatsachen gleichwertig nebeneinander und versucht für die angeblichen Ursachen ebenso wie für die Folgen einen Grund zu finden, so stellt sich das metabolische Syndrom mit dem Ergebnis „koronare Herzerkrankung“ als eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine Bedrohung dar.
Sogar das extreme Auftreten des Syndroms in der industrialisierten Welt passt hervorragend in das folgende Erklärungsmodell.

Die vorrangige Aufgabe jedes Lebewesens besteht darin, aus seiner Umgebung alle notwendigen Nährstoffe aufzunehmen, um seinen Organismus im idealen, gesunden Zustand zu erhalten.

So platzt die sprichwörtliche „Made im Speck“ nicht, weil sie nur so viel Nahrung zu sich nimmt, wie ihr Körper verarbeiten kann, um sich weiter gesund zu entwickeln.
Man sollte annehmen, dass dies beim Menschen ähnlich funktioniert. Doch beobachten wir millionenfach, dass sich der Mensch selbst durch seine Ernährung und sein Verhalten schädigt.  
Das bedeutet, dass das angeblich einzige vernunftbegabte Lebewesen dieser Erde nicht die Fähigkeit besitzt, sich instinktiv gesund zu verhalten. 
Dieses negative Alleinstellungsmerkmal der halben Menschheit weist ebenfalls darauf hin, dass wahrscheinlich ein industriell hergestellter Zustand dieses irrationale Verhalten von Menschen auslöst.

Frage: Was kann einen Organismus dazu bringen, ständig den Blutdruck zu erhöhen und extrem viel Glukose und Fett aufzunehmen?
Antwort: Ein ständiger Mangel an Glukose und Fetten im Organismus.

Der Körper wird zentral geregelt, das Herz reguliert den Blutdruck, der Darm stellt Glukose und Fette zur Verfügung, die durch zentral regulierte Begleitstoffe (Insulin, Cholesterin) verteilt werden.
Entsteht nun ein Mangel in einem kleinen Teil des Körpers, wird die zentrale Maschinerie in Bewegung gesetzt, um diesen Mangel auszugleichen. Gelingt dies nicht, arbeitet das System unablässig weiter, bis zum Zusammenbruch.
So lässt sich das metabolische Syndrom und alle anderen begleitenden Tatsachen logisch erklären.

arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)

Der Blutkreislauf ist ein geschlossenes Röhren-Membransystem. Der Blutdruck wird durch die Pumpleistung unseres Herzens erzeugt und reguliert. Der Blutdruck muss in allen Bereichen unseres Körpers bestimmte Werte erreichen, damit der Stoffaustausch mit dem umgebenden Gewebe gewährleistet ist. Die Kontrolle der örtlichen Druckverhältnisse wird über entsprechende Sensoren in den Membranen der Arterien und im Gewebe überwacht. Fällt oder steigt der Druck irgendwo im Körper außerhalb des Normbereichs, schlagen die Sensoren über das Kleinhirn Alarm und das Herz wird über seine eigene Nervenversorgung auf die gemeldeten Bedürfnisse eingestellt.
Ist also eine Minderversorgung von Nährstoffen in einem Teil des Körpers festgestellt, wird der Blutdruck soweit erhöht, dass dieser Bereich wieder normal versorgt wird. Normalerweise lassen die Membranen der Arterien in allen Körperteilen nur eine bestimmte Menge Blut pro Zeiteinheit in die Zellen einfließen. Durch Muskelanspannung der Arterien wird in den normal durchbluteten Bereichen der interzelluläre Blutaustausch geregelt, damit hier keine übermäßige Versorgung stattfindet.
Umgekehrt wird der Blutdruck reduziert, wenn ein gefährliches Leck im Blutkreislauf gemeldet wird, das bei normalem Blutdruck zu einer Überversorgung des Gewebes oder zu Blutverlust führen würde. Deshalb haben Frauen im gebärfähigen Alter eher leicht niedrigen Blutdruck, da sie während der Menstruation Blut verlieren. Wäre in dieser Phase der Blutdruck erhöht, käme es zu einem gefährlich hohen Blutverlust. 
Im Mittelalter wurde diese natürliche Reaktion beim „Aderlass“ genutzt, um den Blutdruck zu regeln. Bei stark blutenden Verletzungen wird ebenfalls der Blutdruck abgesenkt, damit der Blutverlust möglichst gering ist. Deshalb muss immer zuerst die Blutung gestoppt werden, bevor sich der Blutdruck normalisieren lässt.
Also sind  dauerhafte Blutdruckabweichungen von der Norm durch körperinnere Vorgänge verursacht. Die Werte zeigen an, dass bestimmte Einflüsse wirken, sie sind keine Krankheit an sich, sondern weisen auf die aktuelle Gefährdung hin.
Wenn niedriger Blutdruck durch zu leichten Abfluss des Blutes erklärt werden kann, so wird hoher Blutdruck durch Behinderung des Nährstoffaustausches mit dem Gewebe erklärt. Der Blutfluss wird meist nur partiell behindert, da aber das Herz den Blutdruck bestimmt, entsteht im ganzen Körper eine arterielle Hypertonie. 
Mögliche Auslöser können  erhöhte Muskelspannung durch Fehlbelastung, Einschnürung der Blutgefäße, Mangel an Nährstoffen oder Sauerstoff im Blut sein, usw.


Beispiel

Während des Rauchens erhöht sich der Anteil von Kohlendioxid in der Atemluft, sodass weniger Sauerstoff in die Lunge gelangt. Dadurch entsteht eine Unterversorgung von Sauerstoff im Körper.
Dies führt zu einer allgemeinen Alarmmeldung und das Herz erhöht den Blutdruck, damit genügend Sauerstoff im Körper verteilt werden kann. Auch beim Mangel an Nährstoffen oder bei anderen Stoffwechselstörungen erhöht sich der Blutdruck.

Körperliche Anstrengung erhöht den Blutdruck, da die Muskeln größeren Bedarf an Nährstoffen und Sauerstoff melden. Stellt sich der Körper durch dauerhaftes Training auf erhöhten Nährstoffbedarf der Muskulatur ein, liegt der Blutdruck während Ruhephasen sicher unterhalb der Normwerte. Doch auch anscheinend normale Bewegungen und Tätigkeiten können den Blutdruck beeinflussen.

Alltägliche Belastung

Alle externen Einflüsse, die auf die Füße wirken, beeinflussen die Muskelspannung im ganzen Körper. Beim barfüßigen Gang ändern sich die Impulse von außen ständig, sodass die Muskelspannung einem stetigen Wechsel unterliegt. Wenn man Schuhe trägt, sind die einwirkenden Impulse über lange Zeit gleich oder sehr ähnlich. Also ist auch die muskuläre Reaktion des Körpers über Stunden ebenfalls gleich.
Das führt automatisch zu Überlastung der betroffenen Muskulatur und daraus folgend zu Fehlbelastungen im gesamten Muskelsystem. Es kommt zu Verkrampfungen in allen Bereichen des Körpers. Diese Tatsache wirkt auch auf die Blutgefäße, die durch die umgebende verkrampfte Muskulatur verengt werden. So wird die Nährstoffaufnahme der betroffenen Muskulatur erschwert, was wiederum zur Forderung an das Herz führt, den Blutdruck zu erhöhen.

Die Muskelverkrampfungen wirken in der Nähe des Auslösers am stärksten, also in den Füßen und Unterschenkeln. Durch Schuhe werden die Zehen sehr stark an ihrer natürlichen Bewegung gehindert. Alle langen Beuger- und Streckermuskeln der Zehen befinden sich im Unterschenkel. Da sie durch die erzwungene Bewegungseinschränkung der Zehen unbewegt bleiben müssen, verkrampfen sie und behindern den arteriellen Blutfluss in den Fuß. Dies führt automatisch zur vorher beschriebenen Alarmmeldung  ans Herz und Erhöhung des Blutdrucks.
 
Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss sich das Regelsystem zwischen der Gefahr des extremen Blutverlusts während der Menstruation und der Minderversorgung der Füße entscheiden. Deshalb haben diese Frauen oft kalte Füße und kalte Hände. Wird zur Empfängnisverhütung die Pille genommen, erhält der Körper durch die Wirkstoffe die Information, dass keine Menstruation zu befürchten ist. Also erhöht sich der Blutdruck, damit die Füße wieder besser durchblutet werden können. Die Füße und Hände fühlen sich normal warm an. Setzt frau nun die Pille ab, entsteht ein enormer Stress für das Herz, weil der Blutdruck für die Menstruation schnellstmöglich heruntergefahren werden muss. Trotzdem ist die Menstruationsblutung meist stärker als normalerweise. Die Blutdrucksenkung verringert die Geschwindigkeit des Blutflusses und fördert die Bildung von Thrombosen. Wird nach der Menstruation wieder die Pille genommen, erhöht sich der Blutdruck und die entstandenen Mikrothrombosen können abgelöst werden und im Hirn zum Schlaganfall führen.
Die gleiche Blutdruckerhöhung geschieht natürlich auch während einer Schwangerschaft. Nach Ende der Menopause erhöht sich der Blutdruck endgültig auf den notwendigen Wert, um die Gliedmaßen ausreichend mit nährstoffreichem Blut zu versorgen. Damit gleichen sich die Frauen den Blutdruckwerten der Männer an.
 Im Gegensatz zum weiblichen Geschlecht werden die Männer nicht durch natürlichen Blutabfluß vor Bluthochdruck geschützt. Deshalb wirken die schädlichen Mechanismen dieses Zustands weitaus länger auf den Organismus. So erklärt sich die die stärkere Prävalenz der Männer bei den koronaren Herzkrankheiten.

Venöse Insuffizienz und Thrombose

Das Venensystem, das für die Rückführung des Blutes zum Herzen sorgt, wird durch Verkrampfungen der umgebenden Muskulatur besonders beeinträchtigt. Gerade weil es keine eigene Muskulatur aufweist, ist es auf aktive Muskelbewegungen in seiner Umgebung angewiesen, damit durch wechselnden Druck ein Blutfluss in den Venen entsteht. Je weiter das Blut von der Körpermitte entfernt ist, umso aktiver muss die venenumgebende Muskulatur sein. Deshalb kommt es besonders auf die Wadenmuskulatur an, die den Hauptantrieb für das venöse Blut in den Beinen übernimmt. Verkrampft nun die Wadenmuskulatur wie vorher beschrieben, ist der Druck auf die Venen nicht pulsierend sondern konstant. So wird das venöse Blut nicht zum Herzen befördert, sondern durch die Verbindungsvenen in die äußeren Venen gepresst.
Hautverfärbungen durch Einblutungen, Ernährungsstörungen der Haut und Schwellungen sind die Folgen.
Wird das venöse Blut nicht durch Muskelbewegungen befördert, verhindert es das Nachfließen des nährstoffreichen arteriellen Blutes. Also werden das Gewebe und die Muskeln nicht optimal ernährt, sodass wiederum Verkrampfungen entstehen. Dieser Teufelskreis führt zur weiteren Steigerung des Blutdrucks und langfristig zur venösen Insuffizienz und fördert die Entstehung von Thrombosen. Diese Tatsachen lassen sich nur vermeiden, wenn der langen Fußmuskulatur im Unterschenkel genügend Bewegungsraum ermöglicht wird. Also ist die aktive Zehenbewegung bei der Schrittabwicklung entscheidend für das Funktionieren unseres Blutkreislaufs. 

 

 

Langfristige Folgen

Die Verkrampfungen in der Wadenmuskulatur, die zu der beschriebenen Blutdruckerhöhung führen, haben weitere langfristige Wirkungen in den Muskeln selbst und dem umgebenden Geweben. Der notwendige Stoffaustausch zwischen dem nährstoffreichen Blut und den Muskel- und Bindegewebszellen wird durch den erhöhten konstanten Muskeldruck beeinträchtigt. Dies führt zu einer Minderversorgung der Zellen mit notwendigen Stoffwechselprodukten. Hier sei der Fettstoffwechsel und der Glukosestoffwechsel betrachtet. 

Fettstoffwechsel(hoher Cholesterinspiegel)

Da Lipide nicht im Blutplasma löslich sind, sind zu ihrem Transport im Körper zu den Zellen  Lipoproteine nötig, an denen sich die Lipide anheften. Allgemein bekannt sind die Lipoproteine
 LDL(Low density Lipoprotein) und HDL (High density Lipoprotein), weil sie für die Verteilung von Fettsäuren im Körper erforderlich sind.
Während das LDL Cholesterin Fette in die Zellen des Körpers befördert, bringt HDL Cholesterin Fettbestandteile aus den Zellen zur Leber.
LDL hat ein größeres Volumen als HDL. Da es gemeinsam mit den angehängten Fettsäuren aus der Blutbahn in die umgebenden Zellen eindringen muss, sollten die Membranen der Arterien den Durchlass gewährleisten.
Wird nun ein permanenter muskulärer Druck auf die Arterienwand ausgeübt, verringert sich die Porengröße der Membranen in der Arterienwand, sodass der Lipid- Austausch zwischen Blut und Zellen eingeschränkt wird. Aufgrund des kleineren Volumens von HDL wird der Rückfluss des HDL-Cholesterins aus den Zellen in die Leber weniger behindert.
Es entsteht also ein Lipidmangel in den Körperzellen der Wade.
Unser Körper reagiert auf diesen Mangel mit der Erhöhung des LDL-Cholesterinspiegels im Blut und stellt so eine größere Menge an Fetten für die Zellversorgung zur Verfügung.

Glukosestoffwechsel(Diabetes)

Die normalen pulsierenden Bewegungen der Muskeln ermöglichen den Stoffwechsel ideal. Die Verspannung der Muskulatur erschwert den Stoffaustausch mit den Muskelzellen. Muskeln, die ständig verspannt werden, müssen entsprechend ihrer Arbeitsleistung mit Glukose versorgt werden.
Die schwierigen Versorgungsbedingungen machen eine ausreichende Glukosezufuhr für den Muskel unmöglich.
Also wird ein Nährstoffmangel in den Muskelzellen gemeldet, der den Körper veranlasst die Konzentration von Glukose im Blut zu erhöhen. Um den Glukosetransport aus dem Blut in die Zellen zu ermöglichen, wird ständig Insulin produziert. Durch die Verkrampfung der Wadenmuskulatur kann der Glukosemangel an dieser Stelle der Muskulatur trotzdem nicht ausgeglichen werden, sodass die Warnung im Körper weiter wirkt. Also verlangt der Körper entsprechend nach der Zuführung externer Glukose und man entwickelt einen Heißhunger auf „Süßes“.
Diese Konstellation kann sehr lange wirken, sodass der Glukosestoffwechsel auf hohem Niveau arbeitet und damit Insulin in großer Menge abverlangt wird. Dies führt langfristig zu einer Insulinresistenz.
Auch eine Überlastung der Langerhans-Inseln und damit der Zusammenbruch der Insulinproduktion sind möglich.

abdominelle Fettleibigkeit(Adipositas)

Eine andere Wirkung des langfristig erhöhten Insulinspiegels ist das Einlagern von Fetten aus dem Blut in Fettzellen. Trifft das Hormon Insulin auf freie Lipide im Blutkreislauf, lagert es diese Lipide in Fettzellen in der Bauchregion ein. Je mehr Insulin und Fettsäuren im Blut kursieren, umso mehr Fettzellen werden gefüllt. 
Damit werden beide Wirkstoffkreisläufe beeinflusst. Zum Einen der Fettstoffwechsel, weil die erhöhte Fettkonzentration abgebaut wird. Zum Anderen wird der Insulinspiegel im Blut abgesenkt, sodass die Bauchspeicheldrüse verstärkt zur Produktion weiteren Insulins gezwungen wird.
So wird immer mehr Cholesterin und Insulin bereitgestellt.

permanente Überernährung

Um Glukose und Fette in den Körper einzubringen, stellt unser Kleinhirn das Sättigungsgefühl ab. Die Anforderungsmeldung vom Kleinhirn zum Großhirn ist so bestimmend, dass das Großhirn nur noch an Lebensmittelzufuhr denken kann.
So entwickelt sich schnell eine Gier nach Süßem und Fettigem, die kaum durch Erziehung zur Vernunft zu beeinflussen ist. Im Gegenteil nutzt das Kleinhirn alle Möglichkeiten der Nahrungsbeschaffung bis hin zur Aktivierung des Suchtzentrums. Während in den Jahrzehnten der begrenzten Nahrungsmittel natürlich den Anforderungen des Kleinhirns nicht entsprochen werden konnte, wird heute dieser Zwang zur Nahrungsaufnahme durch die Industrie gerne erfüllt, um steigende Umsätze zu generieren.Trotz dieser körpereigenen Reaktionen können die Mangelwarnungen der Wadenmuskulatur und später der herznahen Muskel- und Gewebestrukturen nicht ausgeglichen werden, weil der Grund, die ständige Verkrampfung, durch äußere Kräfte hervorgerufen werden.

Bewegungs- Unlust und -mangel

Die vorher beschriebene Verkrampfung, besonders der Wadenmuskulatur, verunmöglicht ein freies, elastisches Gehen und Laufen. Im Gegenteil treten schon beim Versuch länger Gehen zu wollen, verschiedene kleine Schmerzerscheinungen auf.
Diese Körperreaktionen sind altersunabhängig, weil sie von verkrampften Muskeln ausgelöst werden.
Der natürliche Bewegungsumfang ist z. B. beim Gehen und Laufen durch die Verkrampfung der Waden- und Oberschenkelmuskulatur so eingeschränkt, dass schnell schmerzende Waden beim Gehen oder Stechen in der Weiche beim Laufen auftreten. Dies führt natürlich zu einer altersunabhängigen Bewegungsunlust und daraus zu Bewegungsmangel.

Arteriosklerose

Da die Zehen nahezu immer unbewegt sind, bleibt die Verkrampfung der Unterschenkelmuskulatur auch nachts erhalten. Auf Dauer wird dadurch die arterielle Muskulatur fixiert und verändert sich zu unelastischem Bindegewebe. Es kann dann nur noch eine begrenzte Blutmenge ins Gewebe abfließen, sodass ein permanenter Nährstoffmangel gemeldet wird. Dies wiederum zwingt das Herz zu weiterer Blutdruckerhöhung. In den eigentlich normal versorgten Körperregionen des Körperinneren muss die arterielle Muskulatur wegen des hohen Blutdrucks permanent die Membranen verengen. Dies führt ebenfalls zu einer statischen Verkrampfung und langfristig zum Umbau von Muskelgewebe in Bindegewebe. Damit ist eine Arteriosklerose unvermeidlich. Der höchste Druck herrscht natürlich in Herznähe. Deshalb ist in diesen Bereichen die arterielle Muskulatur am stärksten belastet und wird am ehesten in Bindegewebe umgebaut.  
Die Arterien in Herznähe, die sehr muskulös sind, müssen ihre Membranen verengen, um den Stoffaustausch mit den umgebenden Zellen zu regulieren. Hält der hohe Blutdruck langfristig an, bleibt die Muskulatur der großen Arterien ständig verkrampft. Die Porengröße der Membranen wird verringert, sodass der Lipidstoffwechsel wie in den Waden behindert wird. Es entsteht ein weiterer Mangelbereich. Die LDL-Cholesterine versuchen die verengten Membranporen zu passieren, bleiben jedoch zum Teil in der Membran stecken und verstopfen sie. Die entstehenden Schlacken bilden einen Belag im Inneren der Arterien und es entwickelt sich langfristig  eine Arteriosklerose. Analog zur Reaktion auf den erhöhten Blutdruck entsteht die Arteriosklerose in den Waden und in den Arterien in Herznähe mit allen Folgeerkrankungen. Zwischen diesen Körperregionen treten die Schlacken entsprechend dem auftretendem Blutdruck auf.
Wird nun mit Medikamenten gegen die Hypertonie vorgegangen, widersprechen sich die Ernährungsbedürfnisse der Muskulatur und die Nährstoffzufuhr.  Deshalb versucht das Herz gegen die Medikamentenwirkung den Blutdruck zu halten. Es kommt zu einer extremen Überforderung der Herzmuskulatur mit langfristiger Reaktion durch Zusammenbruch. Die Medikation könnte zu einem Herzinfarkt führen. Stattdessen sollte man den erhöhten Blutdruck als Zeichen für eine Ernährungsstörung im Körper erkennen und nach den Gründen forschen. Grenzt man durch Ausschlussverfahren den möglichen Grund der Hypertonie auf die Verkrampfung der Muskulatur ein, kann man durch die Veränderung der Blutdruckwerte den Therapiefortschritt beobachten. Auch bei anderen Erkrankungen kann man zur Beobachtung der Genesung, die Entwicklung der Blutdruckwerte zu Rate ziehen. Gerade bei schwer überwachbaren Krankheiten ist dieser Zusammenhang sehr hilfreich. Das Parkinson-Syndrom sei hier beispielhaft erwähnt. Doch auch bei vielen Muskel- und Gelenkserkrankungen ist diese Überwachung möglich.

zeitliche Abfolge

Wird die lange Zehenmuskulatur in den Waden durch verschiedene Einflüsse langfristig zu Verkrampfung gezwungen, entstehen die vorher beschriebenen Effekte.
Da der Nährstoffmangel und die Durchblutungsstörung gleichzeitig entstehen, ist bei männlichen Personen schnell eine Steigerung des Blutdrucks feststellbar. Die Übersättigung des Blutes mit Fetten und Glukose bewirkt, durch den Einfluss des Insulins, dass Fettpolster aufgebaut werden. Über einen längeren Zeitraum wird eine Adipositas entstehen. Natürlich sind ständig hohe Cholesterinwerte messbar. Durch den langfristig hohen Insulinbedarf wird sich nach ca. 5 -10 Jahren ein Diabetes II entwickeln. In diesem Zeitraum haben sich in den beschriebenen Bereichen schon arteriosklerotische Plaques gebildet, sodass eine koronare Herzkrankheit wahrscheinlich wird. Ein Nebeneffekt der dauernden Zehenmuskelverkrampfung ist der Druck auf die Nervi fibularii et tibialii. Dadurch wird langfristig die Nervenleitgeschwindigkeit herabgesetzt und es entsteht eine periphere Polyneuropathie(PNP). Dies lässt vermuten, dass nicht der Diabetes mellitus kausal verantwortlich ist, sondern die PNP begleitend entsteht.

Gegenprobe

Patienten mit bestehendem Diabetes II leiden gleichzeitig zu

83,8% an arterieller Hypertonie

65,2% an Fettstoffwechselstörungen

27,1% an koronare Herzkrankheit

20,4% an diabetischer Neuropathie

Geht man von den vorher beschriebenen Entstehungsverläufen aus, könnte man die verschiedenen
Prozentzahlen ebenfalls logisch erklären.
Da die arterielle Hypertonie die erste Körperreaktion ist und damit am längsten wirkt, ist die arterielle Muskulatur verhärtet und der Grund für die arterielle Hypertonie ist damit fixiert.
Warum es nicht 100% der Patienten sind, liegt an der Möglichkeit des menschlichen Körpers, statt eine Hypertonie, zur Ernährung der Gliedmaßen, zu entwickeln, eine Hypotonie, also niedriger Blutdruck,
zu erzeugen und damit den ganzen Körper auf Sparflamme zu fahren. Der niedrige Blutdruck erlaubt es, trotz Arterienverengung in den Waden einen gleichmäßigen Blutfluss in Fuß und Unterschenkel zu erhalten. Dies ist häufig bei weiblichen Patienten zu beobachten. Aber auch ein gewisser Anteil der Männer kann diesen Weg wählen.
Diese Patienten sind niemals dick gewesen, trotzdem laufen die Mangelanzeigen aus den Körperregionen ein und die Reaktionen werden allerdings sehr verlangsamt ebenfalls ausgeführt.

Fettstoffwechselstörungen treten immer bei arterieller Hypertonie auf. Ist aber der Zustand des Diabetes II erreicht, fehlt das notwendige Insulin und die Fettsäuren werden nicht mehr aus dem Blut abgeführt und in Fettzellen gelagert. Damit ist eine Sättigung des Blutes bei niedrigeren Cholesterinwerten wieder möglich. Im Gegenteil, das abgelagerte Fett kann dem Blut wieder zugeführt werden und die Adipositas wird abgebaut. Allerdings bleibt der Nährstoffmangel in den unteren Gliedmaßen erhalten und die  Entwicklung arteriosklerotischer Plaques geht weiter.
So entwickelt sich aus dieser Gruppe der Anteil mit der koronaren Herzkrankheit. Der geringere Anteil der weiblichen Betroffenen erklärt sich aus der Tatsache, dass diese Gruppe erst nach dem Klimakterium zur Entwicklung dazu stößt.


Polyneuropathie

im Zusammenhang mit Diabetes entsteht, meinem Erachten nach, nur begleitend durch den ständigen Druck der verkrampften Zehenmuskeln. Deshalb sind in dieser Gruppe mehr hypotonische Personen vertreten als hypertonische. Die fettfreien und muskulösen Unterschenkelmuskeln erzeugen einen hohen Druck auf die schwach durchbluteten Arterien, sodass die anliegenden Nerven leicht gequetscht werden können. Deshalb entsteht auch ohne Diabetes bei vielen ähnlich veranlagten Menschen eine Polyneuropathie.

Typische Krankheitsverläufe

Vor dem Hintergrund der bisherigen Beschreibung kann man typische Krankheitsverläufe durch regelmäßig auftretende Einflüsse erklären.
Während bis vor etwa 25 Jahren das Auftreten von Diabetes Typ II ab einem Alter von frühestens 40 Jahren definiert war, tritt heute auch bei Kindern und Jugendlichen Diabetes  Typ II mit steigender Tendenz auf.


Dieses Phänomen ist so begründet. 
Bis ca. 1970 war der Hauptgrund für die dauerhafte Verkrampfung der langen Zehenmuskulatur das Auftreten eines Spreizfußes. Durch die, damals hauptsächlich am Markt verkauften, festen Leder- und Gummisohlen trat der Spreizfuß erst etwa im Alter von 30-40 Jahren auf. Zuerst entwickelte sich ein erhöhter Blutdruck, danach eine Fettstoffwechselstörung und schließlich Diabetes Typ II.
Seitdem die Jugend analog des amerikanischen Vorbilds weitestgehend weiche Turnschuhe trägt, entwickelt sich ein Spreizfuß sehr viel früher. So kann man heute schon bei Kindern häufig Spreizfüße entdecken. Dies ist durch einen Blick auf den nackten Fuß im Stand zu erkennen. Hier sind die Zehen an den Boden gekrallt. So wirkt die Zehenverkrampfung also schon beim Kleinkind.
Neben dieser, durch die weichen Schuhsohlen erzeugten, Fußdeformität sind in den heutigen Jugendschuhen weitere Gefährdungen eingebaut. Beispielhaft sind dicke, weiche Einlegesohlen und strukturierte, unterschiedlich weiche Laufsohlen zu nennen. Dazu kommt der zwingende Stil, die Schuhe nicht mehr richtig am Fuß zu schnüren.
Diese Einflüsse wirken bei Kindern und Jugendlichen genauso wie bei Erwachsenen. Durch die Verkrampfung der Zehen wird die Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt und damit die Bewegungsfreude zu Nichte gemacht. Der erzeugte hohe Insulin- und Fettsäurespiegel führt zum Ansatz von Fettgewebe(Adipositas). Danach entwickelt sich, wie vorher beschrieben, Diabetes Typ II.

 

Therapievorschlag

Während eines regulären, stationären Aufenthalts in einer Reha-Einrichtung müssen anfangs alle muskelverkrampfenden Gründe erfasst werden. Dies geschieht durch eine umfassende Anamnese, einer Fußabdruckanalyse und einer speziellen Massage, die gerade die verspannten Muskeln sucht.
Nach einer gründlichen Betrachtung der Ergebnisse sollte mit Physiotherapie, Muskellockerung und orthopädieschuhtechnischen Maßnahmen die Verkrampfungen gelöst werden. Schon nach 2-3 Tagen wird sich ein normalisierter Blutdruckwert einstellen. In der restlichen Zeit der 2 wöchigen Reha wird das Ergebnis durch eindringliche Informationsveranstaltungen, ständige Überprüfung der Blutdruckwerte bei unterschiedlichen Beschäftigungen. (Spazierengehen, Laufen, Computerarbeit ) gesichert.
Die Cholesterin- und Blutzuckerwerte sollten begleitend beobachtet werden, um auch am Körperstoffwechsel die Wirkung der Behandlung zu kontrollieren.
Durch Erlernen von Entspannungsübungen wird der Patient auf den Alltag vorbereitet. 
Nach der stationären Initialbehandlung von ca. 2 Wochen sorgt eine kontinuierliche ambulante Weiterbehandlung durch den informierten Hausarzt, den Orthopädieschuhmacher und Physiotherapeuten für anhaltenden Erfolg.

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